Kurzfristig zum Flughafen und schnell ins Flugzeug einsteigen? Das ist trotz des Impffortschritts und vieler digitaler Lösungen noch immer nicht möglich. Die Wartezeiten könnten schon bald mit steigendem Passagieraufkommen ins Unermessliche steigen.

Wer kennt es nicht: Reisende wollen in die Ferien und werden mit Stress vor Beginn der Reise am Flughafen konfrontiert. Die Warteschlangen beim Check-in und den Sicherheitskontrollen werden wieder länger, die Flughäfen belebter. Die Wartezeiten dehnen sich aufgrund der aktuellen Situation mit mehrmaligen Prüfungen der Dokumente aber immer weiter aus. Bis zu acht Stunden könnten Passagiere schon bald für die Zeit vor Abflug einplanen, wie aus einem Bericht von airliners.de hervorgeht.

Sind acht Stunden Wartezeit bald die Realität?

Langsam aber sicher steigen die Passagierzahlen an den Airports und bei den Fluggesellschaften gleichermassen. Die Nachfrage und Buchungen gehen immer weiter nach oben und das Angebot – vor allem zu den nahenden Herbstferien – wird noch einmal ausgebaut. Das dürfte zum einen auf viel Freude in der Branche stossen, zum anderen aber bei Passagieren auch Frust hervorrufen. Mit steigenden Passagierzahlen wachsen auch die Wartezeiten beim Check-in und den Sicherheitskontrollen. Zwar ermöglicht die vollständige Impfung nahezu uneingeschränktes Reisen, aber Testnachweise, Einreiseanmeldungen und weitere Dokumente müssen geprüft werden – und das mit mittlerweile zu viel Zeit in Anspruch. Passagiere und Flughäfen sowie Airlines berichten bereits von Wartezeiten bis zu drei Stunden.

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Grund genug, dass die gesamte Luftfahrtbranche nun vor einem Chaos und drohenden Kollaps warnt. Die Wartezeiten an den Flughäfen hat sich mit den zusätzlichen Dokumentenchecks nahezu verdoppelt. Das Reiseaufkommen liegt gleichzeitig aber nur bei 30 Prozent durchschnittlich im Vergleich zurzeit vor der Pandemie, wie Conrad Clifford, Vizechef des Branchenverbands IATA, bei der Jahrestagung in Boston anführte. Seine Prognosen gehen von Wartezeiten von bis zu fünfeinhalb Stunden aus, sollten die Passagierzahlen weiterhin so steigen. Sollte das Vorkrisenniveau erreicht werden, müssen sogar bis zu acht Stunden Wartezeit berechnet werden. Eine Zumutung für Airlines, Flughäfen und vor allem den Passagieren. Abhilfe könnten vereinfachte Check-in-Verfahren bieten. Auch die Lufthansa hat zuletzt wieder den Online Check-in für eine Vielzahl an Destinationen freigegeben. Dennoch kommt es zu ausführlichen Kontrollen am Gate und damit zu Verzögerungen beim Abflug.

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Eine Alternative stellt der Travel Pass der IATA dar. Hier können alle nötigen Dokumente vor Abflug beziehungsweise beim Online Check-in hochgeladen werden. Dennoch würde das Problem wie bei der Lufthansa bestehen, sollten diese Prüfungen als nicht ausreichend anerkannt werden. Die hochgeladenen Dokumente werden nämlich bereits von Mitarbeitern geprüft und freigegeben oder abgelehnt. Ein weiteres Problem stellen die Sicherheits- und Passkontrollen dar. In Berlin und Hannover mangelt es noch immer an Personal, vor allem bei den Sicherheitskontrollen. Mit Abstandsregeln können die Passagiere meist nur individuell abgefertigt werden. Auch bei den Passkontrollen nach Einreise kommt es zu längeren Wartezeiten, da wiederholt alle nötigen Dokumente geprüft werden.

Fazit zu den drohenden Wartezeiten

Der Reiseverkehr kommt langsam aber sicher wieder zurück. Damit steigen selbsterklärend auch die Passagierzahlen an den Flughäfen. Mehr Passagiere bedingen selbstverständlich auch längere Wartezeiten. Diese werden jedoch unnötig verzögert aufgrund mehrmaliger Dokumentenchecks. Die Lösung: Digitale Plattformen, die alle nötigen Dokumente und Zertifikate bereits vor Abflug prüfen und freigeben. Diese Lösungen sind vorhanden und werden bereits genutzt, nur verlässt man sich bisher noch nicht darauf.

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Seit Alex zum ersten Mal im Alter von 3 Jahren geflogen ist, wollte er das Flugzeug eigentlich nicht mehr verlassen. Bis heute riss seine Faszination fürs Fliegen nicht ab, weshalb er sich entschlossen hat, Euch an seinen Erfahrungen und Tipps teilhaben zu lassen.

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