American Airlines hat jüngst 50 Flugzeuge des neusten Modells von Airbus, dem A321XLR bestellt. Dabei sollen die Flugzeuge vor allem alternde Boeing-Maschinen ablösen.

Die neuen Maschinen sollen ab 2023 vor allem auf Routen zwischen der US-Ostküste und “mittelgrossen” europäischen Metropolen zum Einsatz kommen. Dieser Deal beinhaltet die Umwandlung von 30 der insgesamt 100 bestellten A321Neo in das neuste Flugzeug der Europäer sowie 20 die Order von weiteren A321XLR.

Von der Ostküste nach ganz Europa

Der Airbus A321XLR ist das neue Langstrecken-Single-Aisle-Flugzeug – also ein Flugzeug mit nur einem Gang – von Airbus, das auf Strecken von bis zu 8.700 Kilometer eingesetzt werden kann. 2023 wird American Airlines die ersten acht der insgesamt 50 bestellten Flugzeuge dieses Typs erhalten. 2024 folgen 22 weitere und 2025 die restlichen 20 Flugzeuge dieses Typs. Allen voran sollen die neuen Maschinen die stark in die Jahre gekommenen Boeing 757 und 767 ablösen. Zuvor fehlte schlicht ein Flugzeug, dass die Nische für Strecken zu mittleren Märkten ausfüllen konnte, weshalb die 757 und 767 wohl deutlich länger im Dienst stehen, als geplant. Nun kann Airbus mit dem A321XLR eben jenes Segment perfekt bedienen.

American Airlines Kurzstrecke Airbus A321

American Airlines ist ziemlich deutlich in der Benennung des Einsatzgebietes der neuen Flugzeuge: Hauptziel sei es, die A321XLR von der US-Ostküste aus zu mittelgrossen europäischen Metropolen einzusetzen. So ist davon auszugehen, dass die Maschinen wohl hauptsächlich ab den zwei American Airlines Basen New York und Philadelphia eingesetzt werden sollen. Als europäische Ziele kämen demnach Städte wie Budapest, Dublin, Edinburgh, Manchester und Prag infrage. Da allerdings die Bestellung mit 50 Flugzeugen ziemlich gross ausfällt, kann wohl auch davon ausgegangen werden, dass die A321XLR auch auf anderen Strecken zum Einsatz kommen. Denkbar wären zum Beispiel Routen wie von Miami Richtung Südamerika.

A321XLR wahrscheinlich mit echter Langstreckenkabine

Während es noch keine genauen Details darüber gibt, wie American Airlines ihre A321XLRs ausstatten wird, hat der Präsident der Airline, Robert Isom, in einem Interview bereits einige Hinweise gegeben: Der Fokus bei den neuen Airbus-Maschinen soll nicht auf der Dichte (Bestuhlung) liegen. Viel mehr möchte man unter anderem echte Business Class-Sitze, die sich in komplett flache Betten verstellen lassen und alle über einen direkt Zugang zum Gang verfügen sollen, verbauen.

American Airlines Business Class Boeing 787
So oder so ähnlich könnten die Sitze in der Business Class an Bord der neuen A321XLR von American Airlines aussehen.

Darüber hinaus wird es womöglich sogar eine Premium Economy Class an Bord des auf einem Kurz- und Mittelstreckenflugzeug basierenden Airbus A321XLR geben. Wenn American Airlines tatsächlich einen direkten Gangzugang in der Business Class anbieten sollte, könnten die Sitze ähnlich der der aktuellen American Airlines First Class sein, die in den Airbus A321T auf den Transkontinentalflügen, zum Beispiel zwischen New York und San Francisco, eingesetzt werden. Hierbei handelt es sich Sitze um einer 1-1 Bestuhlung, die so auch auf der Langstrecke absolut angenehm wären.

Fazit zur Bestellung von American Airlines

Einige sind ob der Bestellung von American Airlines mit 50 Airbus A321XLR wenig überrascht. Viele sahen darin die einzige Möglichkeit der Amerikaner, ihre Flotte von stark alternden Boeing 757 und 767 zeitnah und passend zu ersetzen. Mit Spannung warten wir auf offizielle Angaben und Details zur Ausstattung der neuen Flugzeuge, wenngleich man schon jetzt von einer echten Langstreckenkabine, inklusive richtiger Business Class-Sitze und sogar einer Premium Economy Class ausgehen kann. Der Komfort sollte bei diesen Jets also durchaus gut sein!

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Autor

Nachdem Alex in den ersten 5 Jahren seines Lebens mehr Zeit in Airbussen als in normalen Bussen verbracht hat, war das Hobby schon früh festgelegt: Fliegen. Egal ob in einer Turboprop oder einem A380, egal ob Holzklasse oder Premium: Der Weg ist das Ziel. Und wer kann schon behaupten in 12 Tagen New York, Singapur, Tokyo, Lissabon und Oslo mit Flügen in der Business Class verbunden zu haben?

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