Die Passagierzahlen in Afrika sollen in den nächsten Jahren anwachsen. Kaum vorstellbar, hört man doch viel negatives über afrikanische Fluggesellschaften, wie beispielsweise South African Airways. Hinzu kommen infrastrukturelle Probleme und Mängel in Puncto Sicherheit. Zudem planen drei afrikanische Staaten die Inbetriebnahme einer staatlichen Fluggesellschaft. Mehr dazu erfahrt Ihr in diesem Artikel.

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Starker Passagierzuwachs prognostiziert

Der internationale Luftfahrtverband IATA prognostiziert Afrika ein steigendes Passagieraufkommen. Bis 2037 soll es 199 Millionen zusätzliche Passagiere in Afrika geben – dann insgesamt 334 Millionen. Die Zahlen zeigen, dass die afrikanische Luftfahrt viel Potenzial besitzt.

Boeing 787-9 Dreamliner

Bereits zum Ende des vergangenen Jahres machte Ghana mit der Ankündigung, nach 2010 wieder eine staatliche Fluggesellschaft auf die Beine stellen zu wollen, auf sich aufmerksam. Der Staat Ghana unterzeichnete bei Boeing eine Kaufabsichtserklärung, die insgesamt neun Flugzeuge umfasst. Neben sechs Dash 8-400, wurden zusätzlich drei Boeing 787-9 Dreamliner bestellt, die eine Reichweite von bis zu 13’950 Kilometer aufweisen. Seit 2010 kommt Ghana ohne eigene Airline zurecht. Damals musste Ghana International Airlines den Flugbetrieb einstellen.

Drei weitere Staaten planen eine staatliche Fluggesellschaft

Etwas weiter östlich von Ghana plant der kleine westafrikanische Staat Benin die Inbetriebnahme einer staatlichen Fluggesellschaft. Die Regierung Benins hat die Entwicklung der Luftfahrt zu einem ihrer Kernziele erklärt. Hervé Hêhomey, Minister für Infrastruktur und Transport, äusserte sich gegenüber lokalen Medien wie folgt:

“Die Ausstattung der zivilen Luftfahrt Benins mit einer internationalen Fluggesellschaft ist die wichtigste Garantie für eine weitere Verbindung mit dem Rest der Welt.” – Hervé Hêhomey

Weiterhin sei eine funktionierende Fluggesellschaft mit der wichtigste Faktor, um auch die Wirtschaft des Landes anzukurbeln. Das unterstreicht vor allem der Ausbau der lokalen Infrastruktur. Damit knüpft Benin daran an, die ganze Infrastruktur entsprechend den Vorschriften der Internationalen Zivilen Luftfahrtorganisation ICAO zu erneuern. Daraufhin hat Benin bereits den Flughafen in Cadjèhoun, den Cardinal Bernadin Gantin Airport, modernisiert. Des Weiteren wurde ein Flughafen in Glo-Djigbé erbaut.

Mali bereits ab März mit einer privaten Fluggesellschaft

In Mali ist auch eine neue Airline in Planung. Die Fluggesellschaft soll bereits im März mit einer einzigen Boeing 737 starten, berichtet das Portal Maliweb. El Baba Haïdara dit Sandy, ein Geschäftsmann aus Mali, soll hinter dieser privaten Fluggesellschaft stecken.

Es ist auch möglich, dass der Staat einen Anteil an der Airline halten möchte. Von offizieller Seite liegen jedoch keine Informationen vor. Beteiligt sich der Staat an der Fluggesellschaft könnte diese schnell wachsen. Ebenso wenig ist bekannt, wie die Airline heissen soll. Ein ambitionierter Plan. Aktuell gibt es im Land keine Fluggesellschaft. Die Nationalairline Air Mali musste im Jahr 2012 den Flugbetrieb einstellen.

Gabun noch in diesem Jahr mit neuer Airline?

Bereits im Jahr 2006 musste Air Gabon, die letzte staatliche Fluggesellschaft Gabuns, den Flugbetrieb einstellen. Laut Premierminister Julien Nkoghe Bekalé soll Gabun bereits Ende diesen Jahres eine neue Nationalairline erhalten. Die erste Priorität des Landes sei es nun, den Flughafen in Libreville von der schwarzen Liste der EU zu streichen und den Flughafen Libreville von der ICAO zertifizieren zu lassen. So erlangt eine mögliche Fluggesellschaft aber auch das Land Gabun selbst, Zutritt in den europäischen Luftraum.

Fazit zu möglichen neuen staatlicher Fluggesellschaften in Afrika

Die Bevölkerung auf dem afrikanischen Kontinent wächst weiter an. Zudem können sich immer mehr Menschen Flüge leisten. Das belegt unter anderem die Prognose der IATA. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob die drei afrikanischen Staaten tatsächlich eine Airline auf die Beine stellen können. Finanzielle Mittel sind teilweise begrenzt. Weiterhin müssen die infrastrukturellen Grundlagen schnellstmöglich geschaffen werden.

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