Der Launch der Reiseblase zwischen Singapur und Hongkong muss aufgrund erhöhter Infektionszahlen in Hongkong erneut verschoben werden.  

Laut einem Medienbericht des Reisemagazin OMAAT wurde der für den 22. November 2020 geplante Start einer offiziellen Reiseblase in letzter Sekunde abgesagt. Nur wenige Stunden vor der geplanten Eröffnung verkündete Singapurs Verkehrsminister die bevorstehende Verschiebung. Am 1. Dezember wurde nun bekannt, dass sich Singapur und Hongkong auf eine erneute Verschiebung des Starts geeinigt haben. Zum jetzigen Zeitpunkt soll die Reiseblase erst im kommenden Jahr eröffnet werden.

Eröffnung der Reiseblase von geringen Infektionszahlen abhängig

Am Sonntag, den 29. November, wurden innerhalb Hongkong 115 neue Infektionsfälle registriert. Am Folgetag waren es erneut 76 Neuinfektionen innerhalb Hongkongs. Zuletzt lag die Zahl der Neuinfektionen meist im einstelligen Bereich, ehe die Zahlen um den 20. November erstmals leicht anstiegen. Eine planmässige Eröffnung der neuen Reiseblase zwischen Singapur und Hongkong könne man im Lichte dieser Situation aktuell nicht vertreten, sagte Singapurs Verkehrsminister über die beschlossene Verschiebung. Das neue Einführungsdatum müsse in den kommenden Wochen unter Berücksichtigung der so dynamischen Situation erneut festgelegt werden. 

Die Ankündigung dieser Verschiebung der neuen Reiseblase geht mit weiteren Ankündigungen Singapurs einher, die eine Verschärfung der Einreiseregelungen mit sich bringt: Künftig muss bei der Ankunft in Singapur ein zusätzliches, negatives Testergebnis von Covid-19 mitgeführt werden. Reisende, die sich aktuell vor Ort befinden, müssen ihre Routen zwar nicht abbrechen, sich nun aber nach den bestehenden Regelungen richten, die eine immerhin siebentägige Quarantäne für eine Einreise voraussetzen. Zuletzt hatten sich die beiden Destinationen aufgrund von stagnierenden Infektionszahlen auf eine Ausnahme-Regelung geeinigt und mit der geplanten Reiseblase eine Covid-freie Möglichkeit zur Verbindung beider Ziele gefunden – ohne eine offizielle Quarantäne-Verpflichtung.

Starke Einschränkungen auch innerhalb der Reiseblase

Für die Nutzung dieser Reiseblase waren eigens Flüge eingerichtet worden, um die hierfür gebuchten Passagiere nicht mit Transitpassagieren zu vermischen. Zudem waren maximal 200 Reisende täglich genehmigt und insgesamt bis zu vier (kostspielige) Covid-Tests pro Person erforderlich.
Es ist offensichtlich, dass diese Regelung eher auf eine Risikominimierung abzielte, als auf eine Vereinfachung der bestehenden Reisemöglichkeiten. Zuletzt hatten beide Parteien immer wieder auf das bestehende Risiko und die so dynamische Situation hingewiesen, die eine Verschiebung oder Absage des Vorhabens auch in letzter Minute erfordern könnten.

Fazit zur Verschiebung der neuen Reiseblase

Nur wenige Stunden vor dem geplanten Launch der neuen Reiseblase zwischen Singapur und Hongkong wurde eine Verschiebung des Vorhabens angekündigt. Als Grund hierfür werden die zuletzt wieder drastisch ansteigenden Infektionszahlen mit Covid-19 innerhalb Hongkongs genannt, die eine Durchführung des geplanten Starttermins aus der Sicht des Verkehrsministers von Singapur nun nicht mehr rechtfertigen. Wenngleich das bestehende Risiko einer kurzfristigen Verschiebung zuletzt immer wieder aufgegriffen wurde, hätte wohl niemand mit einer derart plötzlichen Absage gerechnet. Wenige Tage nach der erstmaligen Verschiebung einigten sich Singapur und Hongkong darauf, dass man angesichts der hohen Fallzahlen in Hongkong die Reiseblase erst im Januar 2021 starten werde.

Autorin

Lilli ist am liebsten in den Wolken - und das nicht nur mit ihrem Kopf. Schon als Kind tourte sie mit einer Tanzgruppe durch Europa, heute ist Fernweh ihr ständiger Begleiter. Wenn sie sich nicht gerade mit ihrem Studium in Berlin beschäftigt, sitzt sie irgendwo auf der Welt hinter ihrem Laptop und berichtet für Euch über die angesagtesten Travel News rund um den Globus - direkt hier auf reisetopia.de!

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