Nach einem jahrelangen Rechtsstreit zwischen Airbus und Qatar, der mit einer Einigung beigelegt werden konnte, hat die arabische Fluggesellschaft ihren ersten alten, neuen Airbus erhalten.

Am Freitag fand der Übergabeflug eines Airbus A350-1000 von Toulouse nach Doha statt. Es ist der 20. A350-1000 für Qatar Airways und das 54. Flugzeug von Airbus. Rund zweieinhalb Jahre nachdem Qatar den Hersteller Airbus aufgrund von Lackschäden an einer ihrer A350 Maschinen verklagt hatte, entbrannte ein bis dieses Jahr andauernder Rechtsstreit. Zuvor stornierte Airbus die ausstehende A321neo sowie A350-Bestellung der Airline. Nun fand die erste Auslieferung von Airbus an Qatar seit 2020 statt. Ein wichtiger Schritt, um die stark geschwächte Beziehung wieder zu kippen, wie aus einem Bericht von simpleflying hervorgeht.

QR3181: Nachtflug nach Doha

Zerrütteter könnte eine Beziehung in der Luftfahrt nicht sein, wie sie es zwischen dem Hersteller Airbus und der arabischen Fluggesellschaft Qatar war bzw. ist. 2020 verklagte Qatar den Hersteller aufgrund von Lackschäden an einem Airbus A350. Daraufhin stornierte Airbus die gesamte Bestellung der Fluggesellschaft, die Maschinen des Typs A321neo sowie A350 umfasste. Nach über zwei Jahren konnten sich beide Parteien Anfang Februar aussergerichtlich einigen – die Bestellung aus Doha wurde darauf hin wieder in den Airbus-Kalender aufgenommen.

Registriert als A7-ANT ging es in der Nacht von Frankreich nach Katar

Als QR3181 hob vergangenen Freitag nun der erste A350-1000 von Toulouse Richtung Doha ab und landete als Nachtflug pünktlich in den frühen Morgenstunden in der Hauptstadt Katars. Die erste Auslieferung der Qatar-Bestellung ist geglückt. Dabei hob die Maschine mit der Kennung A7-ANT bereits im März 2020 zu ihren ersten Testflügen ab – dann folgte die Klage gegen Airbus und der Auslieferungsstopp. Seitdem absolvierte die Maschine immer wieder einige Flüge, um diese letztendlich auch in einem guten Betriebszustand zu halten.

Zuletzt wurde ein Airbus im Dezember 2020 an Qatar übergeben. Seitdem herrschte Eiszeit zwischen den beiden Parteien, die sich glücklicherweise Anfang Februar auf einen Vergleich einigen konnten. Ob Qatar bei Airbus auch in Zukunft weitere Aufträge bestellt, bleibt abzuwarten.

Auch Thai Airways begrüsst neuen A350

Ebenso konnte sich die thailändische Airline Thai Airways vergangene Woche über ihren ersten von zwei neuen Airbus A350 freuen. Wobei ganz so neu ist die Maschine mit der Registrierung HS-THO dann noch nicht. Bereits 2019 wurde sie fertiggestellt und ursprünglich sogar für Hainan Airline gebaut. Laut Aufzeichnungen galt die Maschine am 30. Dezember 2019 auch als vertraglich ausgeliefert. Aufgrund der Coronapandemie und einer dahingehenden, finanziellen Schieflage konnte die Maschine letztendlich nicht von der chinesischen Airline übernommen werden.

Seitdem verbrachte der mittlerweile vier Jahre alte Airbus einige Zeit in Tarbes sowie bis Mai 2023 Zwischenaufenthalte in Bordeaux und Toulouse. In den frühen Morgenstunden des 12. Mai erreichte die Maschine ihr neues zu Hause – Bangkok – und damit auch den Heimat-Hub von Thai Airways. Derzeit sind bei 13 Airbus A350-900 von Thai Airways auf Kurz-, Mittel- und Langstreckenstrecken im Einsatz. Auf welchen Strecken der neue A350 zum Einsatz kommt, ist noch nicht bekannt. Von Bangkok aus fliegen die anderen Maschinen des Typs vorrangig nach Singapur und Hongkong, aber auch zu weiter entfernten Zielen wie Peking, Delhi, Lahore und Seoul. Die längste A350 Verbindung besteht aktuell zwischen Bangkok und Melbourne sowie nach München und Stockholm.

Es besteht somit auch in Thailand ein breites Streckennetz, welches der neue Airbus bedienen kann.

Fazit zur ersten Airbus A350 Auslieferung für Qatar Airways

Nach mehr als zwei Jahren erbitterten Rechtsstreits konnte dieser zwischen Qatar Airways und dem Flugzeughersteller Airbus Anfang des Jahres beigelegt werden. Darauf wurden auch die von Airbus stornierten Bestellungen der Airline wieder aufgenommen, wobei die erste Auslieferung eines A350-1000 am Freitag erfolgte. Wird sich nun die bröckelnde Beziehung zwischen den beiden Parteien wieder zum Guten wenden? Das wird vor allem wohl die Zukunft zeigen!

Autorin

Seit Julia mit 4 Jahren ihren ersten Langstreckenflug erlebt hat, sind weite Reisen und exotische Orte aus ihrer Urlaubsplanung nicht mehr wegzudenken. Am liebsten entspannt sie irgendwo am Strand in der Sonne oder genießt beim Windsurfen die Grenzenlosigkeit des Meeres. Nebenbei studiert sie in Berlin Tourismusmanagement. Bei Reisetopia möchte sie ihre Erlebnisse gerne mit Euch teilen!

Fragen? In der reisetopia Club Lounge auf Facebook beantworten wir Eure Fragen.