Für die Zeit nach der Corona-Krise, gab Austrian Airlines eine Reduzierung der eigenen Flotte um 25 Prozent bekannt. Betroffen davon sind alle Airbus A319 und Dash 8, sowie ein Grossteil der Boeing 767.

Schon Mutter Lufthansa hat es bekanntgegeben, Schwester Swiss sieht es als wahrscheinlich: Eine deutliche Verkleinerung der eigenen Flotten für die Zeit nach der Corona-Krise, die die Airlines der Lufthansa Group ordentlich in die Mangel genommen hat. In diesem Zuge soll auch Austrian Airlines in Sachen Flugzeugbestand deutlich schrumpfen. Dazu wurden nun die Details bekanntgegeben.

Von 80 auf 60 Flugzeuge

Von der Flottenreduzierung, die unter anderem als Resultat der momentanen Krise beschlossen wurde, sind insgesamt drei Flugzeugtypen bei den Österreichern betroffen. Diese Pläne treffen dabei alle verbleibenden Dash 8 Turboprop-Flugzeuge, die sieben Airbus A319 und drei der sechs Boeing 767. Die Dash 8-Maschinen sollten sowieso ausgemustert werden, jedoch wurde hier der Zeitraum vom bisher geplanten Ende der Turboprops im Frühjahr nächsten Jahres, auf einen flexibleren Zeitplan bis 2022 ausgedehnt, um nach der Krise auf die vermutlich noch stark reduzierte Nachfrage passend, beziehungsweise flexibel reagieren zu können. Bis 2022 sollen dann auch alle Airbus A319 und die Hälfte der Boeing 767 in Rente geschickt werden.

Bild: Austrian Airlines

Durch die Ausflottung der aufgeführten Maschinen, sinkt das Durchschnittsalter der Austrian Airlines-Flotte von aktuell 15.4 Jahren auf 14.6 Jahre. Bis dato befinden sich insgesamt 80 Flugzeuge im Bestand des österreichischen Flag-Carriers. Die Ursprungspläne sahen eine Reduzierung auf 70 Flugzeuge vor. Durch die geplanten Massnahmen für die Zeit nach der Corona-Krise wird die Flotte um 2022 rum jedoch nur noch 60 Flugzeuge vorweisen können. Demnach also eine deutliche Reduzierung um ein Viertel, beziehungsweise 25 Prozent. Da es allerdings vor allem kleinere Maschinen trifft, reduzieren sich die Kapazitäten bei der Airline “nur” um gut 20 Prozent und die Verkleinerung soll dabei ausserdem stufenweise geschehen.

Nachfrage zwischen 25 und 50 Prozent erwartet

Die Flottenverkleinerungspläne folgen den Prognosen Austrian Airlines’, wonach in diesem Jahr lediglich eine Nachfrage zwischen 25 und 50 Prozent und bis Ende des nächsten Jahres höchstens 75 Prozent zu erwarten sei. Andreas Otto, Vorstandsmitglied der Fluggesellschaft, kommentierte die Pläne mit den Worten: “Die gesamte Airline Industrie ist pessimistisch. Wir müssen davon ausgehen, dass wir das Vor-Corona-Niveau frühestens 2023 wieder erreichen werden.” Bei Austrian Airlines steht der komplette Flugbetrieb seit dem 18. März komplett still. Ausnahmen bilden lediglich Rückhol- und spezielle Transportflüge.

Fazit zur Flottenverkleinerung bei Austrian Airlines

Nach der Corona-Krise werden wir eine deutlich kleinere Austrian Airlines erleben, als zuvor. Zwar war sowieso eine Reduzierung der Flotte vorgesehen, jedoch nicht in diesem Masse und nicht ohne A319 und 767. Jedoch ist es natürlich keine Überraschung, dass es bei der Anpassung des Flugzeugbestands, gerade die älteren Maschinen trifft. Schliesslich ist eine jüngere Flotte auch eine günstigere Flotte und die Prognosen verlangen solche Massnahmen mehr denn je.

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Max saß irgendwann häufiger in einem Flugzeug als in einer Straßenbahn, und kam so nicht umhin sich immer mehr mit den Themen rund um das Sammeln von Meilen, sowie den besten Flug- und Reisedeals zu beschäftigen. Auf reisetopia teilt er mit euch die neusten Deals und wichtigsten Tipps!

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