Der Lufthansa-Konzern gab nun erneute Einblicke in die laufenden Verhandlungen rund um die bevorstehende staatliche Finanzhilfe und die damit verbunden Restrukturierungen des Konzerns.

Im Rahmen der geplanten Staatshilfe für den Lufthansa-Konzern wurden vonseiten des Vorstands nun Äusserungen bezüglich der Rehabilitierungsprozesse in den kommenden Jahren getroffen. Demnach rechne der Kranich offenbar noch im Jahr 2021 mit einem Grounding von rund 300 der ursprünglich 760 Maschinen. Ein Überblick.

Finanzierungskonzept in wenigen Tagen erwartet

Im Zuge der fortlaufenden Gespräche zur bevorstehenden Staatshilfe für den Lufthansa-Konzern sprachen sich die zuständigen Arbeitnehmervertreter nun offenbar gegen eine Insolvenz beziehungsweise die Alternative eines Schutzschirmverfahrens aus, da dies unkalkulierbare Risiken mit sich bringen würde. Diese Äusserungen seien am Dienstag in einem offenen Brief kommuniziert worden, wie das Reiseportal areo.de zuerst berichtet hatte. Man fordere “schnelle Entscheidungen” aufseiten der Betriebsräte, hiess es in eben erwähntem Artikel.

Noch in den kommenden Tagen erwarte man ein Finanzierungskonzept in Abstimmung mit der Bundesregierung für die in Milliardenhöhe geplante Finanzhilfe. “Da sich unsere Liquidität absehbar weiter verringert, hoffen wir auf einen raschen Abschluss der politischen Willensbildung und einen zukunftsweisenden Kompromiss in Berlin, der auch unsere Zukunftsfähigkeit im globalen Wettbewerb berücksichtigt”, wie aus einem Schreiben des Lufthansa-Vorstands an seine Mitarbeiter zitiert wird.

Langfristige Restrukturierungen in Aussicht

Zudem müsse man mit weiteren und durchaus langfristigen Veränderungen rechnen. Demnach plane der Konzern noch im Jahr 2021 mit einem Grounding von knapp 300 Maschinen. Selbst für 2022 werden noch über 200 der ursprünglich 760 Maschinen am Boden bleibend prognostiziert. Eine beinahe vollständige Beruhigung der Situation erwarte man also erst für 2023, wie aus dem oben erwähnten Artikel hervorgeht. Auch hätten einige Arbeitsbereiche wie beispielsweise die Lufthansa Technik oder einige Service Gesellschaften aufgrund der Covid-19-Massnahmen grosse Teile der Belegschaft ausdünnen müssen.

Zuletzt hatte man vonseiten der Lufthansa am 7. Mai einige kurzfristige Informationen zum aktuellen Planungsstand rund um das angedachte Rettungspaket erhalten. In Zahlen spreche man von ungefähr 9 Milliarden Euro, die aus einer Kombination aus Geldern des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF), eines KfW-Kredites und einer kleineren direkten Beteiligung des Bundes zusammenkommen sollen. Ziel der Lufthansa sei es dabei, den Einfluss vonseiten des Staates bestmöglich zu minimieren.

Fazit zur Restrukturierungen des Konzerns

Aufgrund der aktuell auch weiterhin so angespannten Lage rund um die Covid-19-Pandemie werden sich die Ereignisse wohl auch in den kommenden Tagen immer wieder selbst einholen. Eine konkrete Ausarbeitung des Finanzierungskonzeptes zur geplanten Staatshilfe wird vermutlich in den kommenden Tagen folgen. Bis dahin bleibt erst einmal abzuwarten, wie sich die Informationen innerhalb der nächsten Tage weiter entwickeln werden.

Autorin

Lilli ist am liebsten in den Wolken - und das nicht nur mit ihrem Kopf. Schon als Kind tourte sie mit einer Tanzgruppe durch Europa, heute ist Fernweh ihr ständiger Begleiter. Wenn sie sich nicht gerade mit ihrem Studium in Berlin beschäftigt, sitzt sie irgendwo auf der Welt hinter ihrem Laptop und berichtet für Euch über die angesagtesten Travel News rund um den Globus - direkt hier auf reisetopia.de!

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