Die Korean Air Crew äussert sich nun erstmals zu dem Zwischenfall am Sonntag auf den Philippinen.

Am Sonntag schoss ein Korean Air Airbus nach drei Landeversuchen aus bisher noch ungeklärten Gründen über die Fahrbahn hinaus. Nun bezieht die Crew Stellung zu diesem Zwischenfall, wie aero.de berichtet.

Ein kurzer Rückblick

Am Sonntag sollte ein Airbus A330-300 von Korean Air auf dem Flug KE631 von Incheon nach Cebu fliegen. Mit einer 45-minütigen Verspätung hob der Airbus vom Flughafen Incheon ab. Als das Flugzeug in den Landeanflug ging, wurde dieser zweimal seitens der Piloten abgebrochen, da die Wetterverhältnisse äusserst schlecht in Cebu waren. Noch während des Fluges wurden die sich an Board befindenden 173 Passagiere über die Probleme informiert und konnten sich dementsprechend auf eine Notlandung einstellen.

Flug KE631
Mehrfache Landeversuche am Flughafen Cebu, Quelle: flightradar24

Der dritte Landeversuch der Maschine endete in einem Desaster. Der Airbus A330-300 schoss rund 320 Meter über das Ende der Landebahn hinaus und riss dabei Teile der Antennenanlage mit sich und trug dabei schwere Struktur- und Triebwerksschäden von sich. Die Passagiere blieben weitestgehend unversehrt.

Warum ist es soweit gekommen?

Der dritte und letzte Landeversuch von Korean Air endete, wie eben erwähnt, in der Antennenanlage des Flughafens. Die Crew äusserte sich nun zu dem Unfall und erklärte, dass der Grund für diesen Zwischenfall eine Überlastung der Bremsen gewesen sein soll. Nachdem der Airbus bereits beim zweiten Landeversuche härteren Bodenkontakt hatte, blinkte im Cockpit anschliessend eine Warnmeldung zum Bremssystem auf.

korean air a330

Aus diesem Grund erklärten die Piloten von Korean Air den dritten Anflug auf den Flughafen als einen Notfall. Nach Vorwarnung der Passagiere setzte der A330 zwar zunächst recht sanft auf der Landebahn auf, verlor dabei jedoch kaum an Geschwindigkeit, weshalb er noch über die Landebahn hinaus schoss. Während die Insassen unverletzt blieben, erlitt das Flugzeug mit der Registrierung HL7525 aus dem Baujahr 1998 einen Totalschaden.

Fazit zur Stellungnahme von Korean Air

Das Aufblinken einer Warnmeldung im Cockpit veranlasste die Piloten laut eigener Aussage dazu, einen dritten Landeversuch auf dem philippinischen Flughafen zu starten. Diesen deklarierten sie als einen Notfall, anderenfalls hätte sie eventuell einen anderen Flughafen angeflogen. Welch ein Schrecken. Vor allem für die Passagiere des A330-300. Glücklicherweise wurde niemand bei dem Zwischenfall verletzt.

Autor

Nach einem vierwöchigen Roadtrip entlang der Westküste der USA, war es um Sophie geschehen. Die Faszination und Passion fürs Reisen hat sie gepackt und begleitet sie von nun an durchs Leben. Immer auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer, tauscht sie sich bei Reisetopia gerne mit anderen Reise-Enthusiasten aus.

Fragen? In der reisetopia Club Lounge auf Facebook beantworten wir Eure Fragen.