Nach 15 Jahren im Diest der Schweizer Airline und unzähligen Flügen zwischen Basel und München hat Helvetic Airways nun die letzte Fokker 100 aus der Flotte verabschiedet. Was nun folgt und wie die Maschine verabschiedet wurde, haben wir für Euch zusammengefasst.

Helvetic blickt zurück

Zur Verabschiedung sagt die Schweizer Ferien- und Wetlease-Airline selbstbewusst über sich, dass die Fokker massgeblich für den Erfolg der Airline verantwortlich gewesen sei. Die Airline mit dem eindrucksvollen Heck und einem einprägsamen Design ist sicher jedem Reisenden in Zürich oder einem anderen Flughafen Europas bereits aufgefallen und war auch im reisetopia nicht unbeliebt, trotz ihres angestaubten Interieurs und der Einklassen-Bestuhlung.

Auch die Zahlen sind eindrucksvoll: Seit November 2003, als die ersten Maschinen im rot-weissen Kleid in Dienst gestellt wurden, sollen die Flugzeuge fast 180’000 Flugstunden mit rund 140’000 Landungen gesammelt haben. Beeindruckende Zahlen, mit einer durchschnittlichen Flugzeit von 1:17 Stunden zeigt sich auch das Zielbild für den kleinen Jet: kurze Strecken mit so vielen Passagieren, dass eine CRJ-900 mit rund 80 Plätzen zu klein, aber ein A319 mit rund 130 Plätzen zu gross ist. Hier waren die 100 Sitze in der Fokker ideal, weshalb auch immer der meistbesuchte tägliche Lufthansa-Flug zwischen München und Basel mit dem kleinen Jet aus den Niederlanden bedient wurde.

Ein Blick in die Zukunft

Helvetic hat bereits den idealen Ersatz für die Fokker 100 gefunden, so die Airline: Mit 11 E190-E1 besitzt die Airline nun eine Einheitsflotte, welche dann um 12 E190-E2 ergänzt werden wird.

Damit wollen die Schweizer das Ziel der “modernsten Regionalflotte Europas” erreichen.

Emotionale Verabschiedung in Zürich

Nach einer offiziellen Verabschiedung am Boden gab es einen Spezialflug. Die Flugnummer 2L 100 drehte mit einer Auswahl von handverlesenen Gästen eine Runde über die Schweiz und kam danach zurück zur Basis nach Zürich.

Quelle: FlightRadar24

Bei der Landung wurde die HB-JVG mit einer Wasserfontäne empfangen und damit gebührend gefeiert.

Quelle: zvg

Nach der offiziellen Verabschiedung wurde das Flugzeug an den künftigen Besitzer übergeben und machte sich als Spezialflug auf den Weg nach Bratislava.

Fazit zur Verabschiedung der Fokker 100

Wir möchten uns auch von der letzten Schweizer Fokker 100 verabschieden und wünschen ihr weiterhin gute Flüge bei ihrem neuen Besitzer. Mit der Verabschiedung der Maschine geht eine Ära zu Ende, aber eine neue startet sogleich. Ich freue mich sehr darauf das erste Mal in einer E190 mit dem Schweizer Kreuz zu fliegen, egal auf welcher Strecke.

Seid Ihr schon einmal mit der Fokker von Helvetic geflogen? Wie war Euer Eindruck? 

Autor

Nachdem Alex in den ersten 5 Jahren seines Lebens mehr Zeit in Airbussen als in normalen Bussen verbracht hat, war das Hobby schon früh festgelegt: Fliegen. Egal ob in einer Turboprop oder einem A380, egal ob Holzklasse oder Premium: Der Weg ist das Ziel. Und wer kann schon behaupten in 12 Tagen New York, Singapur, Tokyo, Lissabon und Oslo mit Flügen in der Business Class verbunden zu haben?

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