Monatlich veröffentlicht das Bundesamt für Statistik (BAFS) die Anzahl an Übernachtungen der Schweizer Hotellerie. Wie aus dem letzten Bericht hervorgeht, lagen die Zahlen im Februar um rund 40 Prozent hinter dem Vorjahresmonat.

Bereits im letzten Jahr erholte sich die Schweizer Hotellerie nur langsam. Auch im Februar dieses Jahres zeigen sich noch immer die verheerenden Auswirkungen der Corona-Krise auf die Schweizer Hotelbranche. Laut htr.ch ist dies insbesondere auf das Fehlen der Gäste aus dem Ausland, besonders in den beliebten Skiregionen zurückzuführen.

Hotelübernachtungen weiterhin rückläufig

Wie die Zahlen des Bundesamts für Statistik belegen, sind die Übernachtungen in Schweizer Hotels gegenüber dem Vorjahr um rund 40 Prozent zurückgegangen – das entspricht einer magischen Zahl von zwei Millionen. Somit hat sich die Anzahl der Logiernächte in den Monaten Januar und Februar auf 3,3 Millionen beinahe halbiert. Die Kennzahlen machen deutlich, wie horrend die Einbrüche momentan tatsächlich immer noch sind und welche drastischen Verluste damit einhergehen. Wie htr.ch berichtet, ist das Hotellerie-Geschäft in der Schweiz im Frühling letzten Jahres praktisch zum Stillstand gekommen. Im März 2020 verzeichnete die Branche einen Einbruch von 62 Prozent, gefolgt von einem noch schwächeren April, der einen Verlust von 92 Prozent verzeichnen musste. Im Mai brachen die Zahlen um 79 Prozent ein.

Ausländische Touristen bleiben aus

Noch immer wirken sich Faktoren wie Reiserestriktionen, Quarantänebestimmungen und auch Grenzschliessungen negativ auf den Tourismus aus. Unter den Folgen dieser Massnahmen leidet auch die Hotellerie. Somit waren es in den letzten Monaten eher einheimische Gäste, die in Schweizer Hotels eincheckten. Die Gäste aus dem Ausland blieben aus – und somit die Hotelbuchungen.

Die Schweizer Hotellerie hat sich noch immer nicht von den Auswirkungen der Krise erholt

Wie htr.ch berichtet, betrug der Rückgang der Logiernächte von ausländischen Gästen im Januar und Februar 2021 fast 80 Prozent (2,5 Millionen). Die meisten der ausländischen Touristen kamen aus Deutschland (-75 Prozent auf 170’000) und aus Frankreich (-50 Prozent auf 117’000). Polen belegt überraschenderweise mit einem Anstieg auf 60’900 Übernachtungen den dritten Platz im Ranking. Die Schweizer Hotellerie verzeichnete des Weiteren Einbrüche von Übernachtungen mit Touristen aus Grossbritannien (-94 Prozent), den Niederlanden (-88 Prozent), aus Amerika (-94 Prozent) oder Asien (-95 Prozent).

Besser hingegen lief das Geschäft mit den heimischen Gästen, auch wenn die Logiernächte auch da abnahmen: Bis Ende Februar wurden mit Schweizer Gästen insgesamt 2,63 Millionen Übernachtungen verzeichnet, was im Vergleich zur Vorjahresperiode einen Rückgang von etwa einem Fünftel ausmacht.

Vor allem Wintersportorte haben das Nachsehen

Insbesondere die Wintersportorte hatten in diesem aussergewöhnlichen Krisenjahr zu kämpfen. Besonders hart hat es die Regionen in den Bergen getroffen, die stark auf den Besuch von ausländischen Gästen angewiesen sind. Somit sind die Übernachtungszahlen in beliebten Touristendestinationen wie Zermatt (41 Prozent), Davos (36 Prozent) oder St. Moritz (49 Prozent) eingebrochen. Aber auch Arosa, Grindelwald, Saas-Fee oder Crans-Montana mussten Rückgänge von um die 30 Prozent verbuchen. Und das bei ausländischen Touristen besonders beliebte Interlaken musste in den Wintermonaten sogar einen Logiernächte-Rückgang von 80 Prozent verzeichnen.

Fazit zu den Einbruch der Übernachtungszahlen im Februar

Die Schweizer Hotelbranche erlebt momentan immer noch einen massiven Einbruch, der wohl noch über längere Zeit nachwirken wird. Allerdings darf man dieses Jahr mit Blick Richtung Jahresverlauf 2020 mit deutlich besseren Zahlen und positiveren Wachstumsraten in der Hotellerie rechen. Die Lage bleibt zwar nach wie vor angespannt, allerdings bleibt zu hoffen, dass durch Impfungen und neue Bestimmungen sich die Schweizer Hotellerie bald von der Corona-Krise und den ausbleibenden Übernachtungen erholen wird.

Autor

Wenn Anna unterwegs ist, ist sie in ihrem Element. Selten ist sie mehr als ein paar Tage am selben Ort. Der nächste Kurztrip oder eine Fernreise stehen immer schon in ihrem Kalender. Nach ihrem Tourismus-Studium konnte sie ihre Leidenschaft zum Beruf machen und teilt ihre Erfahrungen, Tipps und News aus der Reisewelt mit euch.

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