Edelweiss hat erst kürzlich ihren Sommerflugplan 2026 angepasst. Nun sorgt eine weitere Information für Aufmerksamkeit. Künftig könnte die Ferienfluggesellschaft Teil von Miles & More werden.
Erst vor wenigen Tagen hat Edelweiss Anpassungen am eigenen Streckennetz vorgenommen und gleichzeitig den Sommerflugplan 2026 gezielt ausgebaut. Während die offizielle Mitteilung vor allem neue Frequenzen und zusätzliche Verbindungen in den Fokus stellt, ist nun eine weitere, bislang nicht kommunizierte Entwicklung bekannt geworden. In einem Interview mit Blick.ch hat CCO Patrick Heymann bestätigt, dass Edelweiss voraussichtlich ab Mitte 2027 in das Vielfliegerprogramm Miles & More integriert werden soll.
Das Wichtigste in Kürze
- Edelweiss soll ab Mitte 2027 Teil von Miles & More werden
- Meilen könnten künftig direkt auf Edelweiss-Flügen gesammelt werden
- Die Integration dürfte bestehende Einschränkungen im Codeshare aufheben
Integration in Miles & More bringt neue Möglichkeiten
Bislang ist Edelweiss zwar Teil der Lufthansa Group, jedoch kein vollwertiger Partner von Miles & More. Das führt aktuell zu einigen Einschränkungen für Vielflieger. Meilen lassen sich nur dann sammeln, wenn der Flug unter einer Swiss-Flugnummer (LX8000–LX8499) gebucht wird. Erfolgt die Buchung direkt über Edelweiss, ist eine Gutschrift im Miles & More Programm derzeit nicht möglich.
Ähnlich verhält es sich beim Sammeln von Points, Qualifying Points und HON Circle Points: Auch diese werden ausschließlich auf entsprechenden LX-Codeshare-Flügen gutgeschrieben. Für viele Reisende bedeutet das in der Praxis, dass sie gezielt über Swiss buchen müssen, um überhaupt von Status- und Meilenvorteilen zu profitieren.
Mit einer vollständigen Integration in Miles & More dürfte sich dieses System deutlich vereinfachen. Künftig könnten Meilen und Statuspunkte direkt auf Edelweiss-Flügen gesammelt werden – unabhängig von Codeshare-Konstruktionen. Auch das Einlösen von Prämienmeilen sowie Upgrades dürfte dadurch deutlich unkomplizierter werden. Aktuell sind Upgrades bei Edelweiss nur eingeschränkt möglich, in der Regel gegen Aufpreis und nicht mit Meilen sowie meist nur direkt bei Edelweiss, beispielsweise telefonisch oder beim Check-in.
Vorteile für Vielflieger und mehr Flexibilität
Ein ähnliches Szenario hat es zuletzt bereits bei ITA Airways gegeben. Nach der Integration in die Lufthansa Group wurde die Airline schrittweise in Miles & More eingebunden und das eigene Vielfliegerprogramm Volare perspektivisch ersetzt. Für Kunden bedeutete das vor allem mehr Möglichkeiten beim Sammeln und Einlösen von Meilen sowie eine bessere Einbindung in das Netzwerk der Lufthansa Group. Perspektivisch wurde ITA zudem so auch näher an die Star Alliance herangeführt.
Sofern Ihr einen Edelweiss-Flug über Swiss gebucht habt und über einen Vielfliegerstatus innerhalb der Lufthansa Group (Frequent Traveller, Senator oder HON Circle) verfügt, könnt Ihr bereits heute bei von Edelweiss durchgeführten Flügen die gewohnten Statusvorteile wie Priority Check-in oder Loungezugang nutzen. Für Inhaber eines Star Alliance Gold Status außerhalb der Lufthansa Group beispielsweise gelten diese Vorteile hingegen nicht, da Edelweiss kein Mitglied der Star Alliance ist und somit Leistungen wie Loungezugang oder Priority Boarding entfallen, selbst bei Buchung unter einer Swiss-Flugnummer.
Ein vergleichbarer Übergang war zuletzt auch bei ITA Airways zu beobachten: Mit der schrittweisen Integration in Miles & More und der stärkeren Einbindung in die Lufthansa Group wurden viele dieser Einschränkungen nach und nach aufgehoben. Ein ähnlicher Effekt ist daher auch bei Edelweiss zu erwarten. Für viele Vielflieger dürfte der Wechsel daher Vorteile bringen, da Miles & More ein deutlich umfangreicheres Partnernetzwerk und mehr Einlösemöglichkeiten bietet. Gleichzeitig werden bestehende Hürden im Zusammenspiel mit Swiss und Codeshare-Flügen voraussichtlich entfallen.
Im gleichem Atemzug prüft Edelweiss weiterhin den Ausbau ihres Streckennetzes:
Wir prüfen von Rio de Janeiro, Fortaleza und Bahia in Brasilien über Indonesien, Vietnam und die Philippinen verschiedene Optionen.
Edelweiss-Kommerzchef Patrick Heymann
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