Das Grab des Neferhotep zählt zu den am besten erhaltenen Grabkammern Ägyptens, die jedoch 20 Jahre lang restauriert werden musste. Trotz Kritik ist sie jetzt erneut für Besucher zugänglich.

Mit seinen ganzjährigen sommerlichen Temperaturen, den  atemberaubenden Luxushotels sowie unzähligen historischen Sehenswürdigkeiten zählt Ägypten zu einem der beliebtesten Reiseziele für Europäer. Besonders bedeutend sind hierbei die Pyramiden von Gizeh sowie das Tal der Könige in der Nähe von Luxor. In letzterem hat jetzt am 11. Februar nach mehr als 20 Jahren Restaurierung das Grab des Neferhotep wiedereröffnet, wie rnd berichtet.

Grab des Neferhotep mittels Lasertechnologie restauriert

Die Grabkammer des Neferhotep wurde für den angesehenen ägyptischen Beamten Neferhotep erbaut, der als Schreiber und Verwalter des Amun-Tempels im 14. Jahrhundert vor Christus bekannt war. Bei der erstmaligen Öffnung der Grabkammer 1826 wurden neben Mumien im gut erhaltenen Zustand auch prunkvolle Wandmalereien vorgefunden. Diese zeigten unter anderem Szenen aus dem Leben von Neferhotep, Bilder diverser Rituale oder Darstellungen des damaligen Alltags. Unter Ägyptologen wird die Grabkammer auch als Thebanisches Grab 49 (TT49) bezeichnet.

Die ägyptische Stadt Luxor ist bekannt für ihre zahlreichen Ausgrabungsstätten

Doch seit der ersten Öffnung der TT49 fügten ihr Menscheneinfluss sowie Witterung erheblichen Schaden zu. Einheimische verbrannten nämlich die erhaltenen Mumien und verwendeten die grosse Grabkammer als Unterkunft. Das Verbrennen der Mumien sorgte in weiterer Folge für eine Bedeckung der Wandmalereien mit einer Schicht aus Russ. Durch den damalig entstandenen schlechten Zustand der TT49 war man dazu gezwungen, die Grabkammer wieder zu schliessen. In den letzten zwei Dekaden arbeiteten die beiden deutschen Restauratorinnen Susanne Brinkmann und Christina Verbeek mittels Lasertechnologie an einer Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes.

Öffnung der Grabkammer steht unter Kritik

Eine der beiden am Projekt beteiligten Restauratorinnen, Christina Verbeek, ist mit der touristischen Wiedereröffnung des Grabes nicht gänzlich zufrieden. Es sei an anderen ägyptischen Grabkammern bemerkbar, dass Touristen oftmals nicht genügend Respekt gegenüber den historischen Sehenswürdigkeiten zeigen. Als Beispiel nennt Verbeek hier das Anlehnen gegen jahrtausendealte Wandmalereien.

Grabkammern in Ägypten leiden unter dem starken Tourismus

Alleine die Anwesenheit der Besucher ist jedoch schon ein Problem. Selbst bei respektvollem Verhalten wird für eine wesentlich höhere Luftfeuchtigkeit gesorgt, die eine Entstehung von Bakterien oder Pilzen mit sich bringen kann. Dadurch, dass das ägyptische Ministerium für Altertümer auf eine touristische Nutzung besteht, versuche man den Schaden so niedrig wie möglich zu halten. Die entsprechende Massnahme dafür ist das bestmögliche Reduzieren der Aufenthaltsdauer für gleichzeitig anwesende Besucher.

Ägypten als nächstes Reiseziel

Auch 2024 hält die Reiselust an. Denn bereits 63 Prozent der Bevölkerung hat für den kommenden Sommer bereits eine Reise gebucht. Für eine etwas fernere Reise eignet sich somit auch Ägypten mit all seinen ganzjährigen Vorzügen. Abgesehen von den bereits erwähnten kulturellen Besonderheiten gibt es über reisetopia Hotels direkt die Möglichkeit einen Blick auf unsere empfohlenen Top-Luxushotels in Ägypten zu werfen und zu buchen.

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Fazit zur touristischen Eröffnung der Grabkammer

Letzte Woche kam es nach 20-jähriger Restaurierung zur Wiedereröffnung vom Grab des Neferhotep. Nachdem Witterung und der Einfluss von Menschen der TT49 sehr zugesetzt hatten, sind die prächtigen Wandmalereien nun wieder in hervorragendem Zustand. Falls Ihr also an historischen Sehenswürdigkeiten interessiert seid, lohnt sich ein Besuch im Tal der Könige und dem wieder zugänglichen Grab allemal.

Autor

Durch sein erstes Flugerlebnis mit zehn Jahren hat Samuel die Liebe zum Verreisen für sich entdeckt. Seither lässt er keine Möglichkeit mehr aus, verschiedene Kulturen und neue Länder zu erkunden - egal ob mit dem Rucksack, per Roadtrip oder vom Hotel aus.

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